BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Regelmäßige Treffen: Aktivenkreis am 2. Oktober

Wir treffen uns in der Regel jeden 1. Mittwoch im Monat um 20 Uhr.  Das nächste Treffen ist am Mittwoch, 2. Oktober im Albgärtle. Silcherstr. 10 neben dem Getränkemarkt Finkbeiner. 

Im ersten Halbjahr haben wir schon vieles auf den Weg gebracht: Es gab zwei Filmvorführungen, einen Abend mit Herrn Weber von der Vogelschutzstation, die Präsentation des Bündnis für Artenvielfalt, einen  Dämmerschoppen zur Europawahl, die Organisation der Amphibienschutzaktion und die Diskussion darüber, was mit dem Steinbruch geschehen sollte.

Gleich zwei neue KinderBUND Gruppen sind am Start und sie haben sich schon aktiv um den Insektenschutz gekümmert. Die beiden Wildbienenhäuser am Lonesee und auf der Halde wurden neu bestückt. Hinzu kommen noch diverse Naturführungen sowie Vorträge und eine Info-Veranstaltung zum Solarpark im Steinbruch. 

Es gibt genügend Raum, um eigene Ideen einzubringen oder aktuelle Themen zu diskutieren, deshalb freuen wir uns immer über Gäste und Mitglieder, auch wenn diese nur ab und zu mal kommen wollen.

Gut gelaunte Runde im Albgärtle

Ab in die Pilze mit Wolfgang Decrusch | Samstag, 5. Oktober 2019 | 8 bis 11 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz des Kinderhauses am Waldesrand in Lonsee; Im Mengsel 13 

Wer vor zwei Jahren dabei war, wird sich erinnern: Wolfgang Decrusch findet immer Pilze. Nach diesem trockenen Sommer kann es aber sein, dass sich die Pilze nicht zeigen. In diesem Fall müssen wir die Führung kurzfristig absagen. Vielleicht regnet es vorher tüchtig, dann werden die Pilze ihre Fruchtkörper zeigen.

Pilze sind im Naturhaushalt unverzichtbar. Sie sind das ganze Jahr über als Zersetzer von toten Pflanzen- und Tieren aktiv, sie unterstützen die Waldbäume in ihrem Wachstum oder wirken zerstörerisch auf andere Lebewesen. Für gewöhnlich stellt man sich unter Pilzen jedoch die auffälligen Fruchtkörper, welche nur saisonal erscheinen vor. Einige Arten stellen eine delikate Bereicherung in die Küche dar, bei Unkenntnis und Leichtfertigkeit kann jedoch schnell eine ganze Mahlzeit verdorben werden oder durch Vergiftungen Schlimmeres folgen. Schwerpunkte liegen daher neben der Vielfalt der Pilze bei essbaren und leicht damit zu verwechselnden ungenießbaren bzw. giftigen Pilzen.

Bitte wettergemäße Kleidung und Schuhe sowie Sammelkorb mitbringen. Mögliche Bestimmungsliteratur wird vorgestellt. Kostenbeitrag BUND Mitglieder EUR 5,00 / Gäste EUR 8,00. Ohne Anmeldung.

Zur Pflanzenwelt des Lonetals | Mittwoch, 9. Okt | 20 Uhr | Albgärtle

Ein ganz besonderes Tal ... das der Lone! Nachdem in der Ortsmitte Ursprings, unweit des Quelltopfes, besonders im Frühjahr viele Wasserpflanzen zu beobachten sind, kommt man am Salenberg in eine landschaftsbestimmende Altwachholderheide mit mächtigen Weidbuchen und im Frühsommer mit blütenbunten Trockenrasen. 

Auch die Uferpflanzen am Lonesee sowie die bachbegleitende Vegetation von der Tauberblindenmühle bis nach Breitingen sind voller Überraschungen. Viele kleine Naturschutzgebiete finden sich an den Lonetalhängen. Aber die weit aus dem Wald ragenden Felsen – und die Höhleneingänge von Fohlenhaus, Bocksteinhöhle und Vogelherdhöhle – im oberen Lonetal lassen Beobachtungen an floristisch bemerkenswerten Arten zu. Darunter ist auch die erst vor kurzem beschriebene Lonetal-Mehlbeere. Irgendwo versickert die Lone, es sei denn, Biberfamilien haben sie aufgestaut, denn nur bei Frühlingshochwasser mündet sie schließlich in die Hürbe. 

An diesem Abend nimmt uns Dr. Hermann Muhle mit auf eine Reise durch das Lonetal. 

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Die Pflanzenwelt an Kanadas Westküste | Mittwoch, 6. Nov | 20 Uhr | Albgärtle

Ausgehend von einem „Heimkommenprojekt“ der kanadischen Künstlerin Brigitte Totter-Mael (gebürtig aus Langenau) nehmen uns Dr. Hermann Muhle und Evamaria Hofmiller-Muhle mit auf ihre Westkanadareise. 

Bemerkenswerte Gartenanlagen und Botanische Gärten in Vancouver und Viktoria werden vorgestellt. Wir werden entführt in atemberaubende Landschaften mit ungestörten Küstenregenwäldern, Urwäldern in tiefen Gebirgsschluchten mit ihrer typischen Pflanzenwelt. Besonders die küstennahen Naturparke auf der Vancouver-Insel werden gezeigt.

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Vögel füttern im Winter


Die Vögel, die im Winter bei uns bleiben, müssen auch im Winter jeden Tag genug Nahrung finden, da sie sich keine Fettreserven anfressen können. Wie können wir sie dabei unterstützen? Das natürlichste Vogelfutter überhaupt sind Beeren, Fallobst und andere Früchte. Besonders beliebt in der Vogelwelt sind die "Vogelbeeren" der Eberesche, aber auch die Beeren von Holunder, Weißdorn, Schlehen und Wacholder und Hagebutten werden gefressen. Ein naturnah gestalteter Garten mit Beerensträuchern und Obstbäumen bietet daher vielen Vögeln im Winter eine Lebensgrundlage. Dabei sollten Sträucher erst im Frühjahr verschnitten werden und Fallobst den Winter über liegen bleiben.

Wer gerne trotzdem ein Futterhaus im Garten anbieten möchte, sollte darauf achten, dass es an einem Ort steht, wo sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können. Das Futterhäuschen sollte so beschaffen sein, dass das Futter nicht durch Kot verunreinigt werden kann. Bei der Wahl des Futters sollte beachtet werden, dass heute viele im Handel erhältliche Futtermischungen mit Samen der Ambrosia verunreinigt sind. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas und breitet sich heute teilweise invasionsartig in Europa aus. Auch in Gärten ist sie mittlerweile häufig zu finden, oft gelangen die Samen über Vogelfutter dorthin. Die Pollen der Ambrosia sind dafür bekannt, sehr starke allergische Reaktionen hervorzurufen.

Ambrosiafreies, natürliches, gesundes Vogelfutter und Meisenknödel können telefonisch bestellt werden bei:
Familie Frey, Tel. 6595
Familie Görlich, Albgärtle, Silcherstraße 10 (bei Getränkemarkt Finkbeiner), Lonsee*
Familie Kählert, Tel. 5708

*Öffnungszeiten: Mo 16-18 Uhr, Do 14-17 Uhr und Sa 8-12 Uhr

Artenvielfalt im naturnahen Garten

Gärten lassen sich mit wenig Aufwand zu vielfältigen Lebensräumen gestalten. Dies stellt einen gewissen Ausgleich zur oft eintönigen Agrarlandschaft dar. Durch Pflanzung von ausgewählten Gehölzen und Kräutern bietet man Insekten, Kleinsäugern und Vögeln optimale Lebensbedingungen. Im Vortrag wurde an Beispielen gezeigt, welche Pflanzen für die unterschiedlichen Tiergruppen von Nutzen sein können, welche Strukturen für ein vielfältiges Insekten- und Reptilien- bzw. Amphibienvorkommen nötig sind. Dabei ist weniger oft mehr und „Unordnung“ im Garten führt zu „Ordnung“ im Naturkreislauf. Ziel ist die Synthese aus Nutz- und Ziergarten in Verbindung als Lebensraum für Tier und Mensch. Anhand einzelner Tiergruppen zeigte der Dipl-Biologe Wolfgang Decrusch aus Hüttisheim die Artenvielfalt im naturnahen Garten. 

Mähen der Randstreifen an Gemeindewegen und -straßen

Schön bunt, das Hochgras am Bahnhof und an den Kreisverkehren




Schön bunt, das Hochgras am Bahnhof und an den Kreisverkehren

Weg- und Straßenränder sind in unserer landwirtschaftlich intensiv genutzten Gemarkung oft die letzten Rückzugsräume für einheimische Wildkräuter. Diese wiederum sind dringend benötigte Nahrung für Wild- und Honigbienen, Schmetterlinge und andere Insekten, insbesondere im späten Sommer.

Die BUND-Gruppe Lonsee beantragte deshalb im vergangenen Jahr, dass die Gemeinde Lonsee die Randstreifen an Gemeindewegen und Gemeindestraßen nur noch zwei Mal jährlich mäht. Im Frühjahr soll in der letzten Juniwoche das erste Mal gemäht werden. Unser Antrag wurde im Mai 2015 im Gemeinderat diskutiert und es wurde beschlossen, bestimmte Flächen und Wegränder gemeinsam mit uns zu bestimmen. In dieser Liste wurden auch die Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt. In diesem Jahr starten wir also damit, das Mähen zu reduzieren. Natürlich unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflichten.

Wir hoffen darauf, dass die Wildkräuter Samen bilden und sich fortpflanzen können. Noch befinden sich Reste von Wildkräutersamen im Boden, aber jedes weitere Jahr mit intensivem Mähen vermindert dieses Reservoir. Deshalb ist jetzt allerhöchste Zeit dafür zu handeln. Lonsee wäre damit die erste Gemeinde im Alb-Donau-Kreis und die Aktion könnte Vorbildcharakter entwickeln. Gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise hat die Stadt Bietigheim-Bissingen gemacht und dafür auch schon Preise gewonnen. Danke an Elke Grözinger vom dortigen Bauhof und der Stadtgärtnerei für die tollen Bilder von blühenden Verkehrsinseln und Randstreifen aus dem Jahr 2012.

Unsere BUND-Gruppe freut sich darauf, bald wieder mehr blühende Wegränder zu sehen und so wichtige Trittsteine für die Biotop-Vernetzung zu schaffen. Und wir freuen uns über Ihre Meinung, schreiben Sie uns! Zum Beispiel auf unserer Facebookseite, dort können Sie auch selber Bilder von blühenden Wegrändern einstellen.

Lonsee bleibt gentechnikfrei!

Am 16. Februar 2009 hat der Gemeinderat Lonsee unserem Antrag zugestimmt, die gemeindeeigenen Flächen gentechnikfrei zu halten. Das ist ein schöner Erfolg für uns. Trotzdem bleiben wir natürlich an diesem Thema dran.

Quelle: http://lonsee.bund.net/termine/