BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Regelmäßige Treffen: Aktivenkreis

Wir treffen uns in der Regel jeden 1. Mittwoch im Monat um 20 Uhr.  Aufgrund der Pandemie haben wir aber unsere Treffen bis auf weiteres ausgesetzt.

Es gibt genügend Raum, um eigene Ideen einzubringen oder aktuelle Themen zu diskutieren, deshalb freuen wir uns immer über Gäste und Mitglieder, auch wenn diese nur ab und zu mal kommen wollen. 

Artenvielfalt im naturnahen Garten

Gärten lassen sich mit wenig Aufwand zu vielfältigen Lebensräumen gestalten. Dies stellt einen gewissen Ausgleich zur oft eintönigen Agrarlandschaft dar. Durch Pflanzung von ausgewählten Gehölzen und Kräutern bietet man Insekten, Kleinsäugern und Vögeln optimale Lebensbedingungen. Im Vortrag wurde an Beispielen gezeigt, welche Pflanzen für die unterschiedlichen Tiergruppen von Nutzen sein können, welche Strukturen für ein vielfältiges Insekten- und Reptilien- bzw. Amphibienvorkommen nötig sind. Dabei ist weniger oft mehr und „Unordnung“ im Garten führt zu „Ordnung“ im Naturkreislauf. Ziel ist die Synthese aus Nutz- und Ziergarten in Verbindung als Lebensraum für Tier und Mensch. Anhand einzelner Tiergruppen zeigte der Dipl-Biologe Wolfgang Decrusch aus Hüttisheim die Artenvielfalt im naturnahen Garten. 

Mähen der Randstreifen an Gemeindewegen und -straßen

Schön bunt, das Hochgras am Bahnhof und an den Kreisverkehren




Schön bunt, das Hochgras am Bahnhof und an den Kreisverkehren

Weg- und Straßenränder sind in unserer landwirtschaftlich intensiv genutzten Gemarkung oft die letzten Rückzugsräume für einheimische Wildkräuter. Diese wiederum sind dringend benötigte Nahrung für Wild- und Honigbienen, Schmetterlinge und andere Insekten, insbesondere im späten Sommer.

Die BUND-Gruppe Lonsee beantragte deshalb im vergangenen Jahr, dass die Gemeinde Lonsee die Randstreifen an Gemeindewegen und Gemeindestraßen nur noch zwei Mal jährlich mäht. Im Frühjahr soll in der letzten Juniwoche das erste Mal gemäht werden. Unser Antrag wurde im Mai 2015 im Gemeinderat diskutiert und es wurde beschlossen, bestimmte Flächen und Wegränder gemeinsam mit uns zu bestimmen. In dieser Liste wurden auch die Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt. In diesem Jahr starten wir also damit, das Mähen zu reduzieren. Natürlich unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflichten.

Wir hoffen darauf, dass die Wildkräuter Samen bilden und sich fortpflanzen können. Noch befinden sich Reste von Wildkräutersamen im Boden, aber jedes weitere Jahr mit intensivem Mähen vermindert dieses Reservoir. Deshalb ist jetzt allerhöchste Zeit dafür zu handeln. Lonsee wäre damit die erste Gemeinde im Alb-Donau-Kreis und die Aktion könnte Vorbildcharakter entwickeln. Gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise hat die Stadt Bietigheim-Bissingen gemacht und dafür auch schon Preise gewonnen. Danke an Elke Grözinger vom dortigen Bauhof und der Stadtgärtnerei für die tollen Bilder von blühenden Verkehrsinseln und Randstreifen aus dem Jahr 2012.

Unsere BUND-Gruppe freut sich darauf, bald wieder mehr blühende Wegränder zu sehen und so wichtige Trittsteine für die Biotop-Vernetzung zu schaffen. Und wir freuen uns über Ihre Meinung, schreiben Sie uns! Zum Beispiel auf unserer Facebookseite, dort können Sie auch selber Bilder von blühenden Wegrändern einstellen.

Lonsee bleibt gentechnikfrei!

Am 16. Februar 2009 hat der Gemeinderat Lonsee unserem Antrag zugestimmt, die gemeindeeigenen Flächen gentechnikfrei zu halten. Das ist ein schöner Erfolg für uns. Trotzdem bleiben wir natürlich an diesem Thema dran.

Quelle: http://lonsee.bund.net/termine/