Worauf warten wir noch? Filmabend | Mittwoch, 25. März 2020 | 20 Uhr

Portrait der Gemeinde Ungersheim im Elsass, deren Bevölkerung sich beispielhaft auf den Weg zu einer energiesparenden, nachhaltigen Zukunft macht. 2016. 

Die französische Gemeinde Ungersheim liegt an der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Dort begann 2009 ein Programm zur Autonomieförderung, das die Abhängigkeit von importierten Nahrungsmitteln und Erdöl verringern, sowie die Energiebilanz des Ortes durch Ausbau erneuerbarer Energien verbessern und die lokale Wirtschaft fördern sollte. Ohne dass dabei die Steuern gestiegen sind, wurden in Ungersheim 120.000 Euro an Betriebskosten eingespart, es wurden 600 Tonnen weniger Treibhausgase pro Jahr ausgestoßen und hundert neue Arbeitsplätze geschaffen. Regisseurin Marie-Monique Robin begleitet die Bewohner der Gemeinde über einen Zeitraum von einem Jahr, in dem zahlreiche wichtige Schritte hin zur Autonomie unternommen wurden. 

Eintritt frei.

Regelmäßige Treffen: Aktivenkreis am 4. März

Wir treffen uns in der Regel jeden 1. Mittwoch im Monat um 20 Uhr.  Das nächste Treffen ist am Mittwoch, 4. März im Albgärtle. Silcherstr. 10. 

Es gibt genügend Raum, um eigene Ideen einzubringen oder aktuelle Themen zu diskutieren, deshalb freuen wir uns immer über Gäste und Mitglieder, auch wenn diese nur ab und zu mal kommen wollen. 

Unter anderem geht es um den Umweltpreis des Alb-Donau-Kreises. Wollen wir da mitmachen?

Vögel füttern im Winter


Die Vögel, die im Winter bei uns bleiben, müssen auch im Winter jeden Tag genug Nahrung finden, da sie sich keine Fettreserven anfressen können. Wie können wir sie dabei unterstützen? Das natürlichste Vogelfutter überhaupt sind Beeren, Fallobst und andere Früchte. Besonders beliebt in der Vogelwelt sind die "Vogelbeeren" der Eberesche, aber auch die Beeren von Holunder, Weißdorn, Schlehen und Wacholder und Hagebutten werden gefressen. Ein naturnah gestalteter Garten mit Beerensträuchern und Obstbäumen bietet daher vielen Vögeln im Winter eine Lebensgrundlage. Dabei sollten Sträucher erst im Frühjahr verschnitten werden und Fallobst den Winter über liegen bleiben.

Wer gerne trotzdem ein Futterhaus im Garten anbieten möchte, sollte darauf achten, dass es an einem Ort steht, wo sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können. Das Futterhäuschen sollte so beschaffen sein, dass das Futter nicht durch Kot verunreinigt werden kann. Bei der Wahl des Futters sollte beachtet werden, dass heute viele im Handel erhältliche Futtermischungen mit Samen der Ambrosia verunreinigt sind. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas und breitet sich heute teilweise invasionsartig in Europa aus. Auch in Gärten ist sie mittlerweile häufig zu finden, oft gelangen die Samen über Vogelfutter dorthin. Die Pollen der Ambrosia sind dafür bekannt, sehr starke allergische Reaktionen hervorzurufen.

Ambrosiafreies, natürliches, gesundes Vogelfutter und Meisenknödel können telefonisch bestellt werden bei:
Familie Frey, Tel. 6595
Familie Görlich, Albgärtle, Silcherstraße 10 (bei Getränkemarkt Finkbeiner), Lonsee*
Familie Kählert, Tel. 5708

*Öffnungszeiten: Mo 16-18 Uhr, Do 14-17 Uhr und Sa 8-12 Uhr

Artenvielfalt im naturnahen Garten

Gärten lassen sich mit wenig Aufwand zu vielfältigen Lebensräumen gestalten. Dies stellt einen gewissen Ausgleich zur oft eintönigen Agrarlandschaft dar. Durch Pflanzung von ausgewählten Gehölzen und Kräutern bietet man Insekten, Kleinsäugern und Vögeln optimale Lebensbedingungen. Im Vortrag wurde an Beispielen gezeigt, welche Pflanzen für die unterschiedlichen Tiergruppen von Nutzen sein können, welche Strukturen für ein vielfältiges Insekten- und Reptilien- bzw. Amphibienvorkommen nötig sind. Dabei ist weniger oft mehr und „Unordnung“ im Garten führt zu „Ordnung“ im Naturkreislauf. Ziel ist die Synthese aus Nutz- und Ziergarten in Verbindung als Lebensraum für Tier und Mensch. Anhand einzelner Tiergruppen zeigte der Dipl-Biologe Wolfgang Decrusch aus Hüttisheim die Artenvielfalt im naturnahen Garten. 

Mähen der Randstreifen an Gemeindewegen und -straßen

Schön bunt, das Hochgras am Bahnhof und an den Kreisverkehren




Schön bunt, das Hochgras am Bahnhof und an den Kreisverkehren

Weg- und Straßenränder sind in unserer landwirtschaftlich intensiv genutzten Gemarkung oft die letzten Rückzugsräume für einheimische Wildkräuter. Diese wiederum sind dringend benötigte Nahrung für Wild- und Honigbienen, Schmetterlinge und andere Insekten, insbesondere im späten Sommer.

Die BUND-Gruppe Lonsee beantragte deshalb im vergangenen Jahr, dass die Gemeinde Lonsee die Randstreifen an Gemeindewegen und Gemeindestraßen nur noch zwei Mal jährlich mäht. Im Frühjahr soll in der letzten Juniwoche das erste Mal gemäht werden. Unser Antrag wurde im Mai 2015 im Gemeinderat diskutiert und es wurde beschlossen, bestimmte Flächen und Wegränder gemeinsam mit uns zu bestimmen. In dieser Liste wurden auch die Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt. In diesem Jahr starten wir also damit, das Mähen zu reduzieren. Natürlich unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungspflichten.

Wir hoffen darauf, dass die Wildkräuter Samen bilden und sich fortpflanzen können. Noch befinden sich Reste von Wildkräutersamen im Boden, aber jedes weitere Jahr mit intensivem Mähen vermindert dieses Reservoir. Deshalb ist jetzt allerhöchste Zeit dafür zu handeln. Lonsee wäre damit die erste Gemeinde im Alb-Donau-Kreis und die Aktion könnte Vorbildcharakter entwickeln. Gute Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise hat die Stadt Bietigheim-Bissingen gemacht und dafür auch schon Preise gewonnen. Danke an Elke Grözinger vom dortigen Bauhof und der Stadtgärtnerei für die tollen Bilder von blühenden Verkehrsinseln und Randstreifen aus dem Jahr 2012.

Unsere BUND-Gruppe freut sich darauf, bald wieder mehr blühende Wegränder zu sehen und so wichtige Trittsteine für die Biotop-Vernetzung zu schaffen. Und wir freuen uns über Ihre Meinung, schreiben Sie uns! Zum Beispiel auf unserer Facebookseite, dort können Sie auch selber Bilder von blühenden Wegrändern einstellen.

Lonsee bleibt gentechnikfrei!

Am 16. Februar 2009 hat der Gemeinderat Lonsee unserem Antrag zugestimmt, die gemeindeeigenen Flächen gentechnikfrei zu halten. Das ist ein schöner Erfolg für uns. Trotzdem bleiben wir natürlich an diesem Thema dran.