BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


"Europa auf der Alb – Was bringt uns Europa im Naturschutz und in der Landwirtschaft?"

Freitag, 3. Mai 2019 | 20 Uhr | Kinderhaus Lonsee-Urspring

Bei der Europawahl stimmen wir über eine artgerechte Tierhaltung und den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ab, denn die Wahl wird unmittelbaren Einfluss auf die anstehende Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) und die Förderung von strukturschwachen Regionen haben.

Und wir können für die notwendige Erhöhung der EU-Klimaziele, eine stetige Reduktion der Treibhausgase und für mehr Ehrgeiz der Mitgliedstaaten beim Ausbau der erneuerbaren Energien abstimmen. 

Die Europawahl wird Einfluss darauf haben, ob wir in Zukunft Zugang zu sauberem und gesunden Wasser haben, denn die dafür zuständige Wasserrahmenrichtlinie soll abgeschwächt werden. Es geht bei der Wahl darum, dass Landwirt*innen weiter selbst entscheiden können, ob sie Gentechnik auf dem Acker haben und dass wir Verbraucher*innen erkennen können, ob wir gentechnisch veränderte Lebensmittel zu uns nehmen.

Es wird sich entscheiden, ob bei der Zulassung von Pestiziden deren Umweltverträglichkeit streng bewertet wird und wie die EU-Chemikalienverordnung umgesetzt wird, die einen besseren Schutz vor gefährlichen Chemikalien garantieren soll. Letztlich wird sich entscheiden, ob die Interessen der Wirtschaft und Großkonzerne mehr zählen als die von Umwelt- und Verbraucher*innenschutz.

Der BUND Lonsee veranstaltete am 3. Mai um 20 Uhr eine Diskussionsveranstaltung in Form eines Dämmerschoppens. Er findet statt im Mehrgenerationenraum des Kinderhaus Lonsee-Urspring, Kirchstr. 10.

Wir haben Europa-Politiker*innen der CDU, der FDP, der GRÜNEN, der Linken und der SPD eingeladen, damit sie ihre Positionen zum Naturschutz und zur Landwirtschaft darstellen können. Danach hat das Publikum das Wort, es können Fragen gestellt werden und wir freuen uns auf eine lebendige Diskussion.

Moderiert wird die Veranstaltung von Theo Düllmann, Sprecher des Bündnis für eine gentechnikfreie Region (um) Ulm.

Präsentation des Bündnis für Artenvielfalt

Mittwoch, 27. Feb | 20 Uhr | Albgärtle

Im Bündnis für Artenvielfalt engagieren sich viele Naturschutzverbände aus der Region Ulm/Donau-Iller: BUND, NABU, Naturfreunde, Imkerbund und das regionale Bündnisses für eine agrogentechnikfreie Region. Als Naturschutzverbände wollen und können wir nicht weiter zusehen, wie die biologische Vielfalt im Bereich der Insekten und Vögel, aber auch anderer Kleinlebewesen auch in unserer Region gefährdet ist!

Daher hat das Bündnis einen gemeinsamen Aktionsplan aufgestellt - gegen das Insektensterben und den Rückgang der Vögel in Ulm und im Alb-Donau-Kreis.

Der Rückgang der Vögel und der Insekten um fast 80 % innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten ist dramatisch und erfordert dringend Gegenmaßnahmen. Und, es genügt nicht, sich auf Insekten und Vögel zu beschränken, denn das ganze Ökosystem hängt zusammen. Es reicht nicht aus, nach Brüssel oder Berlin zu starren und zu hoffen, dass dort die richtigen Beschlüsse gefasst werden. Die EU-Entscheidung, das Pestizid Glyphosat für weitere fünf Jahre zuzulassen, zeigt, dass die hohe Politik das Insektensterben nicht im Blick hat.

Die Naturschutzverbände haben vor allem im Blick, dass alle öffentlichen Flächen umweltverträglich bewirtschaftet werden. Auch bei Privatgärten ist wieder mehr Sensibilität für Umweltaspekte anzustreben. Bei Landwirtschaftsflächen ist ein Einfluss kaum möglich, hier ist die große Politik gefordert. Außerdem werden bereits eine Reihe von vorbildlichen Maßnahmen in der Region praktiziert, mit denen Glyphosat und andere artenschädigende Maßnahmen mit gutem Erfolg ersetzt worden sind. Zusätzlich steht seit kurzem ein Sonderprogramm der grün-schwarzen Landesregierung zur Verfügung, mit dem die Stärkung der biologischen Vielfalt mit 36 Millionen Euro für zwei Jahre gefördert werden soll.

An diesem Abend wird das Bündnis präsentiert von Dr. Christian Hajduk, Lonseer Gemeinderat und Naturschutzwart im Schwäbischen Albverein.

Eintritt frei

Was ist ein Ökokonto und welche Maßnahmen in Lonsee zahlen darauf ein?

Arbeitskreis am 7. März 2018 | 20 Uhr | Silcherstraße 10 (Albgärtle)

Ein Ökokonto ist ein freiwilliges Sparbuch für Naturschutzmaßnahmen. Die Ökokonto-Maßnahmen dienen als Ausgleichsmaßnahmen für künftige Eingriffe in Natur und Landschaft (z. B. Bauvorhaben). Die Bewertung einer Ökokonto-Maßnahme wird in die „Werteinheit“ Ökopunkte umgerechnet und auf das Ökokonto eingebucht. Das Ökokonto ist ein mit Punkten bewertetes Maßnahmenkonto. Auch die Gemeinde Lonsee führt so ein Konto. Die angesparten Ökopunkte werden zum Beispiel bei der Maßnahme zum Hochwasserschutz an der Straße zwischen Luizhausen und Halzhausen  eingesetzt. Wir wollten von der Gemeinde gerne wissen, wo wir überall auf Lonseer Gemarkung solche Flächen haben, die auf das Ökokonto einzahlen und wie sichergestellt wird, dass diese Flächen nicht nur einmalig angelegt sondern auch nachhaltig gepflegt werden. Deshalb haben wir zur nächsten Arbeitskreis-Sitzung Herrn Greiner von der Gemeinde Lonsee eingeladen. Er wird uns erläutern wie das genau mit dem Ökokonto funktioniert und natürlich können wir auch Fragen dazu stellen.

Mitglieder und Freunde des BUND Lonsee sind zu dieser öffentlichen Sitzung herzlich eingeladen.

Bio vor der Haustür

Dämmerschoppen am Donnerstag, 22. März 2018 | 19 Uhr | Gasthaus Hirsch, Lonsee-Sinabronn

Wir haben Biobauern aus Lonsee und Umgebung eingeladen, uns etwas über ihre Arbeit und Beweggründe zu erzählen. Wir wollten von ihnen zum Beispiel wissen, wieviel Spritzmittel im Bioanbau verwendet werden darf. Und, wie geht Landwirtschaft ohne Glyphosat? Diese und noch mehr Fragen erörterten wir beim Dämmerschoppen im Hirsch der Familie Konold in Sinabronn.

Hier gibt es einen Bericht der Südwestpresse über die Veranstaltung

Wahlfrühschoppen | Sonntag, 10. September 2017 | ab 10 Uhr | Albgärtle

Jodtabletten auf der Ulmer Alb? | Wahlfrühschoppen und Ausstellung
Sonntag, 10. Sep. 2017 | ab 10 Uhr | Albgärtle

Steht der Ernstfall kurz bevor? Aus Sorge vor einem Unfall im nur knapp 70 Kilometer Luftlinie entfernten und als marode geltenden belgischen Atomkraftwerk Tihange werden in der Region Aachen Jodtabletten verteilt. Wie ist das bei uns in Gundremmingen – keine 50 km Luftlinie östlich von Lonsee? Das Atomkraftwerk (AKW)  ist mit seinen zwei Blöcken B und C das größte und unsicherste, das in Deutschland noch am Netz ist. Es handelt sich um einen Siedewasserreaktor, ähnlich dem in Fukushima.

Am 24. September wählen wir eine neue Regierung und neue Bundestagsabgeordnete. Sie werden in den nächsten vier Jahren die Weichen dafür stellen, wie es mit der Atompolitik und der damit verbundenen Energiewende weitergeht. Die Folgen werden für unsere Nachkommen noch in Jahrhunderten spürbar sein.

In einer offenen Diskussion wollen wir ab 11 Uhr die Positionen von Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl – respektive deren Vertretern – hören. Für die Moderation konnten wir Prof. Dr.-Ing. Gerhard Mengedoht gewinnen. Er ist Studiengangsleiter für Energietechnik an der Hochschule Ulm.

Schon ab 10 Uhr zeigen wir eine Ausstellung des Umweltinstituts München. Sie illustriert, was passieren würde, wenn es in Gundremmingen zu einem GAU käme.  Wie es sich für einen Frühschoppen gehört, gibt es frische Brezeln und Weißwürste.

Wer sich vorab über die Positionen der Parteien informieren möchte, findet hier die Auszüge aus den Wahlprogrammen zum Herunterladen. Die Forderungen des BUND finden Sie hier.

Parallel dazu zeigen wir  eine Ausstellung des Umweltinstituts über die Folgen eines Reaktorunglücks in Gundremmingen. Das bayerische Atomkraftwerk (AKW) Gundremmingen ist mit seinen zwei Blöcken B und C das größte und unsicherste, das in Deutschland noch am Netz ist. Es handelt sich um die letzten Siedewasserreaktoren, alle anderen sind aufgrund ihres hohen Risikopotenzials nach Fukushima abgeschaltet worden.

 

Wer B sagt, muss auch C sagen!

Obwohl beide Reaktoren 1984 in Betrieb gingen, soll Block B gemäß Atomausstiegsplan Ende 2017 vom Netz gehen, Block C allerdings erst Ende 2021. Dem Betreiber RWE wurden schon Anfang der 2000er Jahre Reststrommengen aus dem vorzeitig abgeschalteten AKW Mülheim-Kärlich zugestanden, die überwiegend auf Block C in Gundremmingen übergingen und dessen Laufzeit dadurch verlängerten. Sicherheitstechnisch ist dies keinesfalls hinnehmbar, da beide Blöcke baugleich sind und dieselben Schwachstellen haben.

Schwerer Unfall mit Totalschaden schon 1977

Am 13. Januar 1977 ereignete sich in Gundremmingen bereits ein schwerer Unfall. Block A ging 1966 mit 250 MW Leistung als damals weltweit größtes Atomkraftwerk ans Netz. Durch einen extremen Kälteeinbruch kam es zehn Jahre später zu schweren Schäden an der Hochspannungsleitung, eine Schnellabschaltung des Reaktors wurde notwendig. Dabei kam es zu Kurzschlüssen. In der Folge führte eine Reihe von Pannen dazu, dass 200.000 Liter radioaktiver Dampf sowie fälschlicherweise eingespeistes Kühlwasser in das Reaktorgebäude strömten. Innerhalb von Minuten war das Gebäude drei Meter hoch geflutet. Radioaktives Wasser sowie Gase wurden Tage später "unter behördlicher Kontrolle" freigesetzt.

TÜV und Aufsichtsbehörde forderten daraufhin ein vollständig neues Sicherheitskonzept und bauliche Nachbesserungen. Doch der Betreiber scheute die damit verbundenen hohen Kosten. Der Reaktor ging nie wieder in Betrieb – ein wirtschaftlicher Totalschaden. (Quelle: Umweltinstitut.org)

Weiherer. Samstag, 13. Oktober 2018 in der Lonequellhalle in Lonsee-Urspring

Dank ihm und seinem millionenfach geklickten Internet-Video kennt mittlerweile ganz Deutschland die Postleitzahl von Brunsbüttel. Doch Weiherer ist weit mehr als der „25541-Kasperl“: 

Ein Querkopf mit dem hinterhältigen Kichern des Boandlkramers, intelligenten Texten, mitreißender Musik und grandios bissigem Humor. Unermüdlich tourt der „niederbayerische Brutalpoet“ mit seiner mehrfach preisgekrönten Mischung aus Liedermacherei und Kabarett durch den deutschsprachigen Raum. Ganz alleine mit Gitarre und Mundharmonika oder zusammen mit seiner exzellenten Band geizt Weiherer dabei nicht mit scharfzüngiger Kritik und deftigen Sprüchen. Kompromisslos, respektlos, meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt.

Mit seiner langjährigen Bühnenerfahrung zeigt sich Weiherer gewohnt spontan, witzig und schnörkellos. Berührungsängste hat er keine. Ein Volkssänger in bester bayerischer Hau-Drauf-Manier, denn ohne Zweifel ist Weiherer ein Meister im Derblecken und ein Poet des derben Dialekts. Der mutige Musiker mit einem Herz für Irrsinn und Wahnwitz hat eine riesengroße Klappe und jede Menge zu sagen. Weiherers Auftritte sind mehr grob geschnitztes Handwerk als fein geschliffene Kunst und seine saukomischen Alltagsgeschichten sind längst Kult. Der ungezügelte Redeschwall wird nur unterbrochen von ein paar Liedern, die einen bis ins Mark durchdringen. Vorgetragen mit einer dringlich näselnden Stimme in breitestem Dialekt, frei von Selbstgerechtigkeit, aber voller Herzblut. Tiefsinnig und absurd zugleich, kantig und verquer, immer ehrlich und direkt, jedoch nie verbittert.

Jedem alternativ geprägten Geist dürfte das Herz aufgehen bei diesen Songs. Lieder mit viel Engagement und nicht selten mit richtig ehrlicher Wut, stets heimatverbunden und für ein bewusstes und respektvolles Miteinander einstehend. Pamphlete gegen dumm-dreiste Stammtisch-Politiker und ignorante Landschaftsverschandelung, gegen verblödende Touchscreen-Wischerei und für echte Kommunikation. Oder von der selbstkritischen Bilanz des Scheiterns an den eigenen Idealen. Und in bester Liedermacher-Tradition beherrscht Weiherer auch die leisen Töne, in denen er immer eine große Portion Menschenfreundlichkeit und Liebe durchblicken lässt. Ihn interessiert das große Ganze, das Hinschauen und Hinlangen, auch wenn´s mal weh tut. Als Zuhörer sitzt man mit ihm in einem Boot und bestaunt seine Navigationskünste durch diesen ganzen Wahnsinn. Durch eine Welt voller Fragen und ohne Antworten. Ein faszinierender Sturschädel!

www.weiherer.com

A Song For Lily verzauberte die BUNDler

Es war einfach nur schön: Ein lauer Sommerabend, hingebungsvoller Gesang und subtiles Gitarrenspiel. Adina Mugrauer und Michael Renner von A Song For Lily machten unsere Sommerserenade im Garten der Villa KunterBUND zu einem unvergesslichen Abend. Die Crepesplatte von Herbert Görlich aus dem Albgärtle glühte und bei (Bio)Wein und Gratis-Sternschnuppen blieb manche eine/r lange sitzen.

Der Erlös aus dem Hutgeld und dem Getränkeverkauf geht in die Pflege der Heide auf der Halde. Sie ist Lebensraum für eine Vielfalt besonderer Pflanzen und Tiere, als Natura 2000 Gebiet ist sie besonders geschützt und wertvoll. Wie fast alle unserer Heiden auf Lonseer Gemarkung droht auch sie zu verbuschen. Alleine mit Freiwilligen und Schafen können wir dieses Gebiet nicht erhalten. Und professionelle Heidepflege ist teuer.

In diesem Jahr ist es uns gelungen, einen Zuschuss der Stiftung Naturschutz Baden-Württemberg in Höhe von EUR 9.000 zu bekommen. Dieses Geld wird aber nur dann gewährt, wenn 10 % der benötigten Gesamtsumme von EUR 10.000, in diesem Fall also EUR 1.000, vom Antragsteller selber kommt. Dieses Geld haben wir in den letzten Jahren gesammelt und setzen es nun hierfür ein. Die Heidepflege auf der Halde darf aber keine einmalige Angelegenheit bleiben, in den Folgejahren werden wir immer wieder Geld dafür benötigen.

Sie bliesen uns den Marsch: Die Well-Brüder aus´m Biermoos waren in Lonsee

Die Wellbrüder aus´m Biermoos

Unter Zuhilfenahme unzähliger Instrumente wurde der Darm des bayrischen Ministerpräsidenten gespiegelt, die Situation unserer Milchbauern ausgemolken, geschuhplattelt, gejodelt und gestanzelt. Sie deckten Heimatverbrechen aller Art auf und bliesen denen „da oben“ gehörig den Marsch, ohne dabei die „da unten“ zu verschonen.

Viel Beifall gab es für die Anspielungen auf Lonsee (zum Glück haben wir hier keinen Kreisverkehr). Ein herzliches Dankeschön an die vielen Gäste, die für eine volle Mühlbachhalle sorgten und an alle, die mitgeholfen haben, dass in Lonsee mal wieder was los war. 

Der Erlös des Abends fließt in unsere Naturschutzarbeit.

More than Honey | Freitag, 17. Oktober, 20 Uhr | Eintritt frei

 

Ein Filmabend war unsere letzte Veranstaltung für 2014 in der Villa vor der Winterpause. Wir zeigten den Dokumentarfilm "More than Honey"

Der renommierte Schweizer Regisseur Markus Imhoof ("Der Berg", "Die Reise", "Das Boot ist voll"), der selbst aus einer Imkerfamilie stammt, entführt den Zuschauer in die Welt der Biene und zeigt deren wirtschaftliche Nutzung von der kleinen Familienimkerei bis hin zu großen Industriebetrieben. Das Schicksal der Honigbiene hängt an einem seidenen Faden, auch wenn von Pestiziden bis Antibiotika alles versucht wird, ihren Bestand zu erhalten und zu fördern.

Dokumentarfilm, 94 Min

Hier finden Sie mehr Informationen zum Bienensterben.

„Wir probieren uns durch Europa“, ein persönlicher Rückblick

Am 16. Mai lud der BUND Lonsee zur Weinprobe mit europäischen Bioweinen ein. Der BUND-Agrarreferent Gottfried May-Stürmer aus Heilbronn führte uns durch die Weinprobe und berichtete über die (EU-)Agrarpolitik.

Begonnen wurde mit einem Grünen Veltliner aus Österreich. Frisch und spritzig macht er sich gut zu einem schönen Sommernachmittag unter Obstbäumen. Weiter gings mit einem Silvaner aus Demeteranbau aus Franken, einem trockenen, fruchtigen Wein, der gut zum Spargel passt – mein persönliches Highlight bei den Weißweinen. Zwischen den beiden Weinen erfuhren wir etwas über den Aufbau und die Strukturen in der EU-Politik. Nach einem Entre-Deux-Mers aus Frankreich und einem schön strukturierten Rose aus Spanien wurden unsere EU-Themen konkreter: Warum fing man nach dem Krieg mit den ersten Agrarsubventionen an und wie läuft das heute?

Schon waren wir bei den Rotweinen angelangt. Ein sehr harmonischer, duftiger Portugiese (mein neuer Lieblingswein), ein kräftiger Grieche vom Berg Athos und zum Schluss ein edler Rosso di Montalcino aus Italien. Zwischendurch vesperten wir Rauchfleisch und Brot aus Lonsee, leckeren Käse und gegen Ende Hefezopf.

So gestärkt kam die Debatte in Schwung und es wurde heftig diskutiert über Gentechnik und das Freihandelsabkommen TTIP. Gottfried May-Stürmer blieb kaum eine Antwort schuldig, musste aber gegen elf den letzten Zug Richtung Heilbronn nehmen. Wir BUNDler und unsere Gäste diskutierten aber noch angeregt zwei Stunden weiter –schließlich mussten ja auch die angebrochenen Flaschen geleert werden.

Fazit: Die EU-Politik wirkt bis in die feinsten Verästelungen unseres Lebens hinein, wenn wir sie mitbestimmen wollen, müssen wir natürlich zur Wahl gehen und den Kontakt zu unseren Abgeordneten suchen. Und es gibt ein Bedürfnis in Lonsee miteinander zu diskutieren und nicht nur anderen im TV dabei zuzusehen. Und wenn die Atmosphäre drumherum passt, macht es auch noch Spaß.  (Regine Lieb)

Volles Haus beim kreispolitischen Frühschoppen

Von wegen Politikverdrossenheit: Ende Mai sind Kommunalwahlen und mit der Kreisrätin Marianne Prinzing (Grünen-Fraktion) und dem Kreisrat Bürgermeister Jochen Ogger (CDU-Fraktion) haben wir aus Lonsee zwei Mitglieder im Kreistag. Wir diskutierten am ersten Sonntag im Mai mit ihnen über die aktuelle Kreispoltitik  und erfuhren, wo die größten Herausforderungen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes im Landkreis liegen. Besonders erfreulich war, dass wir Gäste über alle Fraktionen hinweg begrüßen durften und die Diskussion nach dem offiziellen Teil noch weiterging.

Wie es sich für einen Frühschoppen gehört, gab es Weißwürste, Bretzeln und ein superleckeres Berger Weißbier. Aber auch die veganen Cranberryschnitten und der faire Kaffee mundeten.

Die Südwestpresse berichtete hier über unseren Frühschoppen.

Das Veranstaltungsplakat lockte auch die Presse.
Die Neuland-Weißwürste schmeckten ausgezeichnet.
Bis auf den letzten Stuhl waren alle Plätze belegt.
Kreisrat Bürgermeister Jochen Ogger (ganz rechts), daneben Kreisrätin Marianne Prinzing.

Bunte Gaukler – Schmetterlinge im Großfomat

BUND-Mitglied Kurt Taglinger aus Dillingen nahm uns am 9. Mai mit in die Welt der Nachtfalter, von denen auch viele am Tag fliegen. Mit großartigen Makroaufnahmen, trockenem Humor und einem enormen Detailwissen zeigte er unscheinbare Falter und deren dafür umso beeindruckendere Raupen.

Schön war unser Ostermarkt

So haben wir uns das vorgestellt: Bestes Wetter, gut gelaunte Gäste und das Essen ratzeputz verspeist.

Der Lammeintopf und Crepes vom Albgärtle, veganes Gemüsecurry und Mangolassi von Good Karma und Kuchen vom Urspringer Kindergarten kamen sehr gut an. Und auch die Elektromobilisten kamen auf ihre Kosten. Ein Gast vom Verein Solar-Mobil aus Heidenheim reiste mit seinem E-Fahrzeug an. Während es unterm Nussbaum geladen wurde, konnte man sich umfassend über Elektromobilität informieren.

Alle Aussteller kommen aus unserer Region. Sie finden Taschen von Heike Bayer, Drechselarbeiten von Kurt Knauber, Schmuck von Tanja Zocher und Schönes aus Stoff von Sandra Neumann. Außerdem gab es einen Büchertisch sowie einen kleinen Flohmarkt zugunsten der Natur.

Sommerfest und Ausstellung zu 75 Jahren Naturschutzgebiet Salenberg

 

Mit vielen Gästen feierten wir unser Sommer-Sonnen-Familienfest rund um die Villa KunterBUND. Zeitweise waren wir sogar ausverkauft, so gut gingen die Bio-Steaks weg.

Am Nachmittag eröffnete Bürgermeister Jochen Ogger mit einem Grußwort die Ausstellung. Danach hatten die anwesenden Kandidatinnen zur Bundestagswahl die Gelegenheit, kurz zum Thema Naturschutz zu sprechen. Frank Berger (FDP), Lisa Collins (Piraten), Eva-Maria Glathe-Braun (Die Linke) und Annette Weinreich (Die Grünen) legten dar, wie ihre Partei jeweils zum Naturschutz steht und wo die Schwerpunkte gesetzt werden. Hilde Mattheis (SPD) und Dr. Annette Schavan (CDU) ließen sich entschuldigen, gratulierten aber herzlich zum Jubiläum und wünschten der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Anschließend wurde gefeiert. Bei bestem Wetter mit selbstgebackenem Kuchen, Leckerem vom Grill, köstlichen Limonaden, kaltem Bier und feinen Weinen – alles Bio versteht sich.

Die Südwest-Presse berichtete ausführlich über das Fest.

Bürgermeister Jochen Ogger sprach ein Grußwort.
Frank Berger (FDP), Eva-Maria Glathe-Braun (Linke) und Annette Weinreich (Grüne).
Lisa Collins (Piraten).
Für jeden Geschmack war ein passendes Plätzchen dabei: Im kühlen Schatten unter den Bäumen, in der Sonne oder am Basteltisch für die Kinder.
Gegen Abend schützte das Zelt vor dem Regen.
Quelle: http://lonsee.bund.net/projekte/veranstaltungen/