BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Auf Bibertour: Mittwoch, 3. Mai 2017 | 18 Uhr

Biber an Kamera © Leopold Kanzler
Biber an Kamera © Leopold Kanzler

Heimlich, still und leise ist der Biber in den vergangenen 15 Jahren nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. Über 1500 Tiere gibt es mittlerweile wieder im Land, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind. Der Biber hat in über 20 Land- und Stadtkreisen Baden-Württembergs eine neue Heimat gefunden. Damit ist seine Rückkehr – neben der des Storches – die Erfolgsgeschichte des Naturschutzes in Deutschland. Aber es gibt immer wieder Konflikte, auch bei uns in Lonsee. Zeit also, sich das Schaffen unserer Biber entlang der Lone genauer anzusehen. Wir treffen uns an der Hütte an der Lone am Ortsausgang Lonsee, Richtung Urspring.

Gemeinsam mit Günther Krämer, Naturschutzwart, ehrenamtlicher Biberberater für den Alb-Donau-Kreis (Lonetal) sowie Gründer unserer BUND-Gruppe in Lonsee erkunden wir das Bibertreiben genauer. Danach setzen wir uns noch in der Villa KunterBUND bei einem gemütlichen Schluck zusammen. 

Waldspaziergang mit dem Lonseer Förster | Samstag, 16. Sep | 15 Uhr

Wir haben in Lonsee einen wunderbaren Wald mit vielen alten Laubbäumen, Felsen und Totholz. Der Förster Frieder Angerbauer wird uns an diesem Samstagnachmittag die Besonderheiten unseres Waldes zeigen. Wir treffen uns beim Wasserhäusle oberhalb des Nohls. Mitglieder und Gäste sind herzlich willkommen.

Lonseer Heidelandschaft - Naturkundliche Exkursionen 2014 mit Holger Müller

Sonntag, 6. Juli | Sommerheide

Die sommerliche Wanderung führt uns zu den vorjährigen Plätzen der Heidepflege: "Bergäcker" und "Heide im Osterfeld". Sicher sind viele gespannt, wie sich die Flächen entwickelt haben, was nun (wieder) wächst und von der Offenstellung durch Gehölzschnitt profitiert. Der Zeitpunkt am Nachmittag ist den Insekten an dem hoffentlich sonnigen Tag geschuldet. Somit stehen Schmetterlinge besonders im Fokus der Heideführung.

Treffpunkt:  15:00h,  Bauwagen Halzhausen (Straße nach Westerstetten) | Gebühr: EUR 3,00

Sonntag, 14. September  | Heide in Stimmung
Am stimmungsvollsten ist die Heide im Spätsommer. Die Luft riecht würzig nach Thymian, Majoran und  Wachholder. Überall zirpen Feldgrillen, vom Schaf verschonte Disteln und Giftpflanzen dominieren auf dem gelben steppenähnlichen Grün. Greifvögel segeln in der lauen Luft. An Büschen und Sträuchern reifen die ersten Beeren heran - Nahrung für die Vogelwelt im Winter. Der kommende Herbst spielt mit den ersten Farben.

Treffpunkt:  9:30h,  Parkplatz Salenberg (Sportplatz)  | Gebühr: EUR 3,00 

Wer lebt denn da vor unserer Haustür?

Gleich drei Heiden in Halzhausen konnten wir unter der sachkundigen – und sehr unterhaltsamen – Anleitung von Holger Müller erkunden. Vom Treffpunkt aus ging es erstmal in den Wald hinein zum Schauen und Lauschen. Eine Grasmücke war so freundlich, uns ihr Lied vorzusingen. Gut gelaunt zerrieben wir etwas Waldmeister, um nach einer Weile seinen typischen Duft einzuatmen. Dann ging es weiter den Berg hinauf. Kurz vor dem Waldrand hat jemand seine Dreschreste auf dem Waldweg verloren – oder illegal entsorgt. Das versetzte der Laune natürlich einen Dämpfer. Sicher wird der Haufen dort nicht lange liegen, oder doch?  Am Waldsaum entlang ging es über Agrarland zur ersten Heide, die etwas versteckt ganz in der Nähe der B10 liegt. Behutsam führte uns Holger Müller ein kleines Stückchen hinein. Wir konnten die ersten Orchideen bewundern und man muss sehr aufpassen, keine zu zertreten. Prinzipiell wachsen Orchideen nur in Symbiose mit „ihrem“ Pilz. Ausgraben bringt also gar nichts, weil sie im eigenen Garten nicht angehen. Verboten ist es obendrein.

Weiter gings zur zweiten Heide wieder etwas den Berg hinab. Neben leuchtend gelbem Flügelginster fanden wir die Bienen-Ragwurz, die, wie der Name schon sagt einer Biene sehr ähnlich sieht und das kann sie auch zur Fortpflanzung nutzen. An einer Königskerze konnten wir die Raupe eines Mönchs entdecken. Nach zwei spannenden Stunden erreichten wir die dritte Heide zwischen Halzhausen und Luizhausen – auch Hätteteich genannt. Hier fanden wir blühende Katzenpfötchen, die nur an ganz wenigen Standorten überhaupt vorkommen und lauschten Vogelstimmen, darunter einer Mönchsgrasmücke.

Unsere Gruppe war sehr beeindruckt welche Vielfalt man in Lonsee noch finden kann, umso schöner wäre es, dies auch erhalten zu können.  Korridore zwischen den einzelnen Heiden, Pflegemaßnahmen (Heide Nr. 4 ist schon zu Wald geworden) und ein sensiblerer Umgang mit Düngemittel und Pestiziden würden hier viel bringen.

Der BUND Lonsee bedankt sich ganz herzlich bei Holger Müller für sein Engagement.

Blattgallenbildung von einer der über 300 Gallwespenarten
Die Wildrosenblüte duftet stark, das mögen auch Insekten, wie dieser Käfer
Eine Silberdistel vom letzten Jahr, drumherum grünt es schon wieder
Eine Elsbeere, sie wird auch Mehlbeerbaum genannt. Das Holz ist sehr wertvoll
Jetzt noch unscheinbar, aber bald blüht sie auf: eine Händelwurz Orchidee
Weiße Waldhyazinthe
Helmknabenkraut, abgeblühte Rispe
Holger Müller erklärt Unterschiede
Eine Bienen-Ragwurz
Dieser Lippenblütler arbeitet mit "Schlagbaum"
Flügelginster kommt gut auf trockenen heißen Standorten zurecht
Katzenpfötchen der anderen Art
Raupe des Braunen Mönchs (Nachtfalter) an Mehliger Königskerze
Kein Wollbüschel, sondern der Kokon eines Insekts

75 Jahre Naturschutzgebiet Salenberg

Zum 75. Jubiläum des Naturschutzgebietes Salenberg veranstaltete die VHS am 9. Juni eine pflanzenkundliche Exkursion mit dem Naturschutzbeauftragten Dr. Muhle aus Lonsee.

Der Botaniker Dr. Muhle erläuterte die besonderen Pflanzengesellschaften der Heide auf dem Salenberg. Bei bestem Wetter freuten wir uns über die herrliche Aussicht über das Lonetal und man konnte gut erkennen wo der Schäfer mit seinen Schafen schon war und wo dies noch notwendig ist. Im kurzgeknabberten Magerrasen entdeckten wir eine Vielzahl von Pflanzen, die so nur auf Heiden vorkommen. Und wenn man die Augen zumachte, konnte man es auch gut hören: Tausende Grillen veranstalteten ein Sonntagskonzert.

Dr. Muhle beschreibt die Entstehungsgeschichte des Naturschutzgebietes.
Dr. Muhle beschreibt die Entstehungsgeschichte des Naturschutzgebietes.
Spaziergang mit Blick auf Urspring.
Spaziergang mit Blick auf Urspring.
Die Berberitze ist ein typisches Gehölz der Heide.
Die Berberitze ist ein typisches Gehölz der Heide.
Der Ameisenhaufen wird Jahr für Jahr höher und trägt einen typischen Schopf aus Thymian.
Der Ameisenhaufen wird Jahr für Jahr höher und trägt einen typischen Schopf aus Thymian.
Wenn nicht bald Maßnahmen ergriffen werden, verwandelt sich die Heide wieder in Wald.
Wenn nicht bald Maßnahmen ergriffen werden, verwandelt sich die Heide wieder in Wald.
Der Höhepunkt unserer Exkursion: Ein weißes Waldvöglein.
Der Höhepunkt unserer Exkursion: Ein weißes Waldvöglein.

Naturkundliches Wandern in und um Lonsee

In unregelmäßigen Abständen wandern wir auf naturkundlichen Pfaden in und um Lonsee. Flora und Fauna der Heideflächen sind sehr umfangreich und es ist immer wieder interessant was da wächst und gedeiht. Gäste sind immer herzlich willkommen.

Möchten Sie gerne wissen, wo die höchste Fichte in der Umgebung wächst? Oder wo eine wunderschöne Salweide zu finden ist, gar nicht weit von Ihrer Haustür? Oder wo wir den höchst seltenen Schleimpilz oder den sehr seltenen weißen Hahnenfuß gefunden haben? Dann kommen Sie zur nächsten Wanderung mit uns mit. Wir freuen uns.

Quelle: http://lonsee.bund.net/projekte/naturkundliche_wanderungen/